Schneller auf der Piste - das 101

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Schlag das ASS - Das längste Skirennen der Welt am Nassfeld
Ihr plant, der Usain Bolt der Skipiste zu werden? Wollt gerne so flink wie möglich die Skipiste hinunterrasen? Eine naheliegende Option wär da natürlich: Schussfahrt. Doch da wir davon ausgehen, dass Ihr weder komplette Adrenalin-Junkies ohne jegliche Rücksicht seid, noch plant, diverse Menschenleben und Bäume auf dem Gewissen zu haben, raten wir im Normalfall von dieser Variante ab. Unsere Alternative: Übung. Und Geduld. Und Vorbereitung.

Im Folgenden nun unsere Tipps für schnelleren Skispaß!

Fortschritte festhalten
Es hilft, gleich zu Anfang die Zeit zu stoppen, um zu sehen, in welchem Tempo man die Piste meistert, ohne an der Technik gearbeitet zu haben. Vergleicht Ihr das Starttempo mit dem Tempo, das Ihr nach, sagen wir, einem Tag intensivem „Training“ hinbekommt (auf der selben Piste, unter ähnlichen Bedingungen), so werdet Ihr sehen, wie schnell man mit ein paar Tricks und Übungen seine Schnelligkeit auf Skiern intensivieren kann. Dabei könnt Ihr Euch natürlich Ziele setzen, wie schnell Ihr (realistisch gesehen) gerne werden wollt. Ehrgeiz spornt an.

Skigymnastik/Cardio
Die allgemeine Fitness hat natürlich einen riesen Einfluss auf Euer Können auf der Piste. Kraftübungen und Cardio-Training spätestens in den Wochen/Monaten vor Eurem Skiurlaub sind also empfehlenswert, wenn Euch eine gute Performance auf den Skiern wichtig ist. Intervalltraining beispielsweise ist immer nützlich und muss gar nicht zeitraubend sein, und auch spezielle Skygymnastikübungen werden Euch weiterbringen.

Grundposition
Wichtig ist immer ein schulterbreiter Stand. Die Knie sind leicht gebeugt, die Schienbeine gegen die Skiboots gedrückt und der Körperschwerpunkt sollte in Skilinie mit leichter Lage nach vorne sein (Rücklage unbedingt vermeiden). Die Arme, parallel zur Brust nach vorne gebeugt, helfen dabei, Balance zu wahren.

Hoch-Tief-Entlastung
Eine beliebte Schwungtechnik für schnelles Fahren: Vor jeder Kurve die Beine strecken, in der Kurve: Beine beugen. Anfangs gerne ausgeprägter, um die Bewegung reinzubekommen, später kann man das ganze auf ein lässigeres Wippen reduzieren.

Druck auf Außenski
Den Außenski genug belasten, anfangs vielleicht noch anstrengend, bald jedoch automatisch. Das hilft, die Kontrolle in den Kurven zu bewahren.

Kurzschwung
Mit einer gekonnten Geschwindigkeitsregulierung und dem perfekt eingeübten Kurzschwung erreicht Ihr Euer Ziel nahe der Falllinie. Der richtige Kurzschwung, also das Kurvendrehen in kleinen Radien, ist seines Zeichens besonders bei engen Passagen/viel Baumwuchs/dichter „Besiedelung“ nicht nur praktisch sondern mitunter von Nöten.

Wachsen & Schleifen
Gewachste Ski sind dankbare, ergo leistungsfähigere Ski, das kann man gar nicht oft genug wiederholen. Mit geschliffenen Kanten saust Ihr ohne viel Aufwand direkt flotter die Piste runter. Für einen übersichtlichen Guide zum Selberwachsen einmal hier lang.

Mut zur Schnelligkeit
Natürlich kann einem auch etwas mulmig werden bei der Vorstellung, so schnell den Berg hinunter zu sausen, weshalb auch etwas Mut dazugehört. Ist es jedoch Euer Ziel und Wille, so gilt es, jegliche unbegründete Sorgen zu überwinden und Euch zu pushen, Eure Schnelligkeit auszubauen. Fordert Euch selbst heraus, nur so könnt Ihr wachsen.

Gleichzeitig seid aber bitte nicht fahrlässig und überschätzt Eure Fähigkeiten nicht. Genauso solltet Ihr äußere Umstände wie Wetter-/Schneebedingungen nicht unterschätzen. Nehmt keine unnötigen Risiken auf Euch und beachtet Euer Umfeld. Safety first. Immer.

In diesem Sinne wünschen wir Euch viel Erfolg beim Projekt „Usain Bolt der Skipiste“,

Euer MySkiTicket Magazin!