Ski-Weltcup - Das sind die Disziplinen!

                                                                                                              Foto: Piero Annoni
Hier aus gegebenem Anlass ein weiteres kurzes, knackiges Briefing zum Ski Weltcup, heute zum Thema: Disziplinen.

Slalom
Der Slalom stellt die älteste und technisch anspruchsvollste Disziplin im alpinen Skisport dar und wird auch Torlauf genannt. Wer hier punkten will, muss seine (Kurven-)Technik wirklich beherrschen, denn man ist den sehr kurzen Abständen der Tore ausgesetzt. Die Teilnehmer meistern zwei Durchläufe der Strecke und die Laufzeiten werden addiert. Die Kippstangen der Tore helfen dabei, die Idealfahrlinie beizubehalten. Über die Jahrzehnte hat sich, insbesondere durch die fortschreitende Technik der Skiproduktion, die Durchschnittsgeschwindigkeit verdoppelt und liegt heute bei über 50km/h.

Bei City-Events gibt es zudem den „Parallel-Slalom“, ein Rennen, bei dem zwei Läufer direkt gegeneinander (statt gegen die Uhr) antreten, so wird im K.O.-System entschieden, wer die nächste Runde erreicht.

Riesenslalom
Hier ist die Geschwindigkeit im Vergleich zum Slalom wegen weniger Toren, die zudem weiter auseinander stehen, hochgeschraubt, auch sind die Strecken länger. Die Tore sind so angebracht, dass der Läufer sie beim Kollidieren mitreißen würde, so wird das Verletzungsrisiko minimiert. Die Ski von Riesenslalomläufern sind länger und steifer als Slalomski.

Super-G
Der Super-G steht für den „Super Giant Slalom“ und beinhaltet mehr und vor allem noch weiter auseinander gesetzte Tore als der Riesenslalom. Das macht diese Disziplin zur zweitschnellsten direkt nach den Abfahrtsrennen. Das Augenmerk liegt hier einmal mehr auf den technischen Fähigkeiten der Teilnehmer, die den Ausgleich zwischen Schnelligkeit und Genauigkeit wahren müssen. Der Super-G stellt das Bindeglied zwischen Riesenslalom und Abfahrtsrenne dar. Jeder Teilnehmer hat einen Durchlauf.

Abfahrtsrennen
Aka die Königsdisziplin des Ski Weltcups. Sie ist nicht nur mit einer wahnsinnigen Geschwindigkeit zu meistern (bis zu 160km/h!), sondern auch noch gespickt mit fiesen Kurven und Sprüngen. Sogenannte Schuss- und Gleitpassagen so wie vereinzelt Tore bestimmen hier das Tempo. Das heißt erst mal: sich trauen solch eine Geschwindigkeit aufzunehmen (nichts da gemütlich mal nach links, mal nach rechts, kurze Butterbrotpause), und dann auch noch die nötige Technik und Kraft draufhaben, um nicht direkt aus der ersten Kurve, ergo dem Wettkampf sowie potentieller Weise der Skikarriere rauszufliegen.

Alpine Kombination: Super Kombination
Diese Rennen stellen eine Kombination aus Abfahrtsrennen/Super-G und Slalom dar. Demnach ist hier eine Vielseitigkeit im Fahrstil der Läufer gefordert. Nur wer den ersten Teil dieser Kombination (meist die Abfahrt) vollbracht hat, kann beim zweiten Teil antreten. Die Ergebnisse beider Rennen werden addiert. Die Super-Kombination gibt es beim Weltcup erst seit 2005.

Also, in welcher dieser Disziplinen würdet Ihr Euch sehen? Slalom? Abfahrt? Super-G? 
...Nein danke, dann doch lieber Butterbrotpause und heile Glieder?

Fröhliches Phantasieren und viel Spaß beim Skiwissen-Prahlen im nächsten Smalltalk, Euer MySkiTicket Magazin!