#1 Die richtige Ski-Wahl - Übersicht & Kaufberatung


Ski ist nicht gleich Ski - das ist ja mal klar. Was vielleicht nicht jedem ganz klar ist: Welche Arten von Ski gibt's denn genau? Und welche brauch/will ich, um das Beste aus meiner Skitrickkiste rauszuholen? Keine Sorge, hier haben wir für Euch die Antwort(en) parat, in unserer Ski-Guide Reihe Teil 1 - Skiberatungsübersicht!
Und schon geht's los mit...

Ein eher gemütlicher Ski, der kein besonders hohes Maß an Sportlichkeit vom Fahrer erfordert. Der Allround-Carver zeichnet sich durch seine Leichtigkeit, Stabilität und eine kraftsparende Beherrschung aus, weshalb er insbesondere für lange Skitage und angenehm zu fahrende Pisten geeignet ist. Extremes Carven und wilde Sprünge zählen hingegen nicht zu seinen Stärken. Dieser Ski verzeiht Fahrfehler und überzeugt durch seine hohe Kompromissbereitschaft.

Fahrertyp: Vor allem für Anfänger, aber auch für Fortgeschrittene und Cruiser
Technik: Für Beginner ohne Technik, Skifahrer mit Grundlagen als auch geübte Skifahrer
Fahrweise: Langsam, Mittel, Gemütlich
Terrain: Leichte bis mittelschwere präparierte Pisten
Skilänge: Kurze bis mittlere Länge, in der Regel gilt „Körpergröße- 10/15cm“

Der Allrounder unter den Skimodellen, mit dem, wie der Name schon sagt, der komplette Berg befahren werden kann. Ob auf der Piste oder im Gelände, als mittelbreiter Ski bietet der Allmountainski für alle Schneeverhältnisse eine sehr gute Performance. Deswegen ist dieser Typ Ski auch so beliebt: Auf präparierten Pisten bietet er eine leichte Schwungauslösung, hohe Stabilität und Präzision und lässt sich trotzdem ohne großen Kraftaufwand steuern (allerdings etwas träger als ein reiner Pistenski). Im Tiefschnee bietet er genug Auftrieb für ein gutes Powder-Abenteuer. Der ideale Ski für diejenigen, die gleichermaßen auf und neben der Piste zu Hause sind.

Fahrertyp: Vor allem für Fortgeschrittene, Könner und flexible Fahrer
Technik: Für geübte Skifahrer mit guter Technik
Fahrweise: Mittel bis schnell
Terrain: Ob Piste oder Gelände – Für jede Gelegenheit geeignet
Skilänge: Mittlere Länge, in der Regel gilt „Körpergröße-5/10cm“

Ein besonders breiter Ski (Mittelbreite von 90 bis 110 mm), der speziell für den Tiefschnee konzipiert ist. Maximaler Auftrieb ist hier das Ziel – durch die extreme Breite und die oft verwendete Rocker-Technologie schwimmt man mit Hilfe der Bretter förmlich auf dem Schnee und sinkt kaum ein. Grundsätzlich eignet sich dieser Typ Ski vor allem für Powder-Bedingungen abseits der Pisten, manche sind jedoch auch für eine relativ gute Kurvenperformance geeignet. Es gilt, je weicher die Bedingungen, desto breiter der Ski.

Fahrertyp: Für ambitionierte Skifahrer und Könner
Technik: Gute bis sehr gute Technik
Fahrweise: Dynamisch und sportlich
Terrain: Vor allem bzw. ausschließlich für abseits der Piste geeignet
Skilänge: Hohe Länge, in der Regel gilt „Körpergröße-0/5cm“

Diese Art Ski ist auf maximalen Spaßfaktor im Funpark ausgelegt: Luftige Höhen, Rails, Boxen und Halfpipe sind dabei genau sein Spezialgebiet. Dazu gehören Faktoren wie Leichtigkeit, Drehfreudigkeit und hohe Belastbarkeit zu seinem Profil. Zudem gehört hier die Rocker-Bauweise und Twin Tip zur Standardausrüstung, d.h. der Ski ist vorne und hinten hochgebogen, womit gleichermaßen vorwärts und rückwärts gefahren werden kann. Jeder noch so kleine Hügel wird mit diesem Ski zum Kicker.

Fahrertyp: Für Könner und Verrückte
Technik: Gute bis sehr gute Technik
Fahrweise: Dynamisch, sportlich und ohne Rücksicht auf Verluste
Terrain: Ausschließlich für Halfpipe, Buckelpiste und Funpark
Skilänge: Mittlere Länge, in der Regel „Körpergröße- 5/10cm“

Modelle aus der Race Reihe sind reine Pistenskier. Sie lieben hohes Tempo und auf Kante gefahren zu werden und bieten dabei absolute Kontrolle und Stabilität. Beim Racecarver muss zwischen dem Racecarver GS (Giant Slalom) und dem Racecarver SL (Slalom) unterschieden werden, wenngleich es für die Profis auch noch Skier für die Disziplinen Abfahrt und Super-G gibt.

Der Racecarver GS ist im Vergleich zum SL ein schwerer, aggressiver Ski, der seine Stärken erst bei hohem Tempo zum Vorschein bringt und mit dem man eher größerer Schwünge zieht. Er zeichnet sich durch seine große Laufruhe selbst bei hohen Geschwindigkeiten aus.

Der Racecarver SL ist ein eher leichterer Ski, mit dem man durch seine Wendigkeit sehr kleine Radien bei mittlerem bis hohem Tempo fahren kann. Dies ist aufgrund der stärkeren Taillierung und der kürzeren Länge möglich. Diese Art Skier werden in Regel in klassischer Camber-Bauweise angefertigt.

Fahrertyp: Für Könner und Profis
Technik: Sehr gute Technik
Fahrweise: Sportlich mit hohem Tempo
Terrain: Ausschließlich für die präparierte Piste
Skilänge: GS in hoher Länge (Körpergröße-0/5cm); SL in mittlerer Länge (Körpergröße-5/10cm)

Ski-Bauweisen
Camber
Die klassische Bauweise beim Ski wird als Camber Ski bezeichnet. Damit ist eine positive Vorspannung verbunden, das heißt, bei flachem Hinlegen des Skis auf den Schnee sind die Berührpunkte nahe des vorderen und hinteren Endes (Tip und Tail), während der Bereich unterhalb der Bindung nach oben gewölbt ist. Die sorgt für einen sehr guten Kantengriff sowie eine hohe Präzision und ist insbesondere für die Piste geeignet. Diese Bauweise wird insbesondere bei Racing Skiern verwendet.

Rocker
In der Rocker-Bauweise ist das genaue Gegenteil des Cambers zu sehen. Der Rocker Ski ist an Tip und Tail nach oben gebogen und liegt somit in der Mitte auf. Das bringt den Vorteil, dass der Ski im Powder sowie bei tiefen Bedingungen mehr Auftrieb bekommt sowie beweglicher wird. Nachteil ist, dass der Ski durch die kürzere Auflagefläche an Laufruhe verliert, sodass er weniger zum Carven geeignet ist. Diese Bauweise empfiehlt sich vor allem zum Freeriden und Freestyle.


So, und nach dieser vollen Ladung Ski-Wissen wünschen wir Euch zum Verdauen nun noch fröhliches Shoppen und baldiges Skifahren, Euer Myskiticket Magazin!