Snowkiting - auf Brettern durch die Berge fliegen





Was ist Snowkiting?
Snowkiting ist quasi das Pendant zum Kitesurfen, bei dem man auf einem Board stehend mit Hilfe eines Lenkdrachens (Kite) und der dazugehörigen Brise Wind über Wasser und Wellen schießt. Wesentlicher Unterschied: Diesmal ist das Wasser gefroren und ihr könnt sowohl auf Ski, als auch mit dem Board loslegen. Zudem ist es euch neben der klassischen Möglichkeit, verschneite Wiesen oder Seen zu befahren, nun auch möglich Pulverschneehänge hochzufliegen. Vom gemütlichen Cruisen bis hin zu waghalsigen Sprüngen ist hier für jede Könnerstufe etwas dabei.

Was braucht man für´s Snowkiten?
Auf jeden Fall jede Menge Platz und eine freie Fläche, sonst hängt man schneller als man denkt in der nächsten Baumkrone fest. Zudem natürlich einen geeigneten Zugdrachen, Ski bzw. ein Snowboard und natürlich Schnee, sowie viel Wind. Mit ein wenig Übung kann man dann mit Highspeed durch den Schnee jagen - der Geschwindigkeitsrekord liegt übrigens bei unglaublichen 111,2 km/h! Geübte Kiter schaffen zudem Sprünge von über 50m Weite und 10m Höhe. Damit das auch funktioniert, empfiehlt es sich zunächst eine passende Snowkiteschule zu besuchen, die euch mit Erfahrung, wichtigen Tipps und der passenden Ausrüstung bestens vorbereitet. Bereits nach wenigen Stunden Übung könnt ihr so die ersten Erfolgserlebnisse verzeichnen.

Wo sind die besten Spots für das Snowkiting?
Nun stellt sich noch die Frage, wo ihr überall loslegen könnt und welche die besten Orte für den Sport sind. Dazu solltet ihr in jedem Falle nur auf dafür ausgewiesenen Snowkite-Plätzen fahren - eurer und auch der Sicherheit anderer Skifahrer zuliebe.

In Deutschland zählen der Feldberg im Schwarzwald und die Wasserkuppe in der Rhön zu den beliebtesten Spots für Snowkiter. Am Feldberg bekommst du neben Top-Bedingungen und gutem Service, bei gutem Wetter auch ein einmaliges Alpenpanorama von Zugspitze bis Mont Blanc dazu. Mitten in Deutschland gelegen bietet die Wasserkuppe auf einem fast 1000m hochgelegenen Hochplateau auf einer quadratkilometergroßen Fläche neben besten Bedingungen auch einen Leihservice, eine Kiteschule, sowie Gastronomie direkt im Anschluss an das Kiteboarding-Gebiet.

Der Silvaplanersee bei St. Moritz in der Schweiz ist einer der bekanntesten und wohl auch besten Orte in ganz Europa um Snowkiten zu gehen. Als eine der windsichersten Gebiete im Engadin kann hier auf dem zugefrorenen See ca. ab Mitte Januar bis Mitte April mit Kites gefahren werden. Hier überzeugt neben ausgezeichneten Bedingungen und dem Top-Service vor allem auch das wunderschöne Panorama zwischen den Engadiner Bergen. Falls es hier mal zu voll wird, gibt es in der Region noch mehrere weitere Spots wie zum Beispiel den Silsersee, die auch einen Besuch wert sind.

Weiterhin bietet auch der Reschenpass im Vinschgau optimale Bedingungen. Durch die Berghänge auf beiden Seiten wird die Windstärke natürlich verstärkt, da der Wind ähnlich wie einer Düse beschleunigt wird. Ähnlich wie in Silvaplana wird hier am zugefrorenen See gefahren, was durch die glatte Fläche vor allem Anfängern zu Gute kommt. Besonderes Detail: Bis heute ragt ein Kirchturm aus dem Reschensee. Dieser ist ein Überbleibsel des Ortes Alt-Graun, der bei der künstlichen Anlegung des Sees, 1950 zusammen mit 163 Häusern überflutet wurde.

Neugierig geworden? Dann probiert das Snowkiten einfach mal aus– der Winter steht schon in den Startlöchern!
Viel Spaß und unfallfreies Kiten wünscht dir dein myskiticket.com Team